me, myself & i

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Alt und bewährt, jeder kennt sie, manche suchen sie, viele ignorieren sie: die Seite „über mich“.

Nachdem ich selbst aber immer gern erfahre, von wem ich mir die Websites ansehe, wen ich da bestaune oder beneide (und manchmal zugegebenerweise allein an der Art und Weise des Schreibens und der Aufmachung entscheide, ob ich weiter stöber oder nicht) möchte ich auch jedem anderen die Möglichkeit geben, zu wissen, auf wessen Seite er sich gerade rumtreibt.

 

Groß geworden mit dem WWW, den ultimativen, gemeinschaftlichen Sozialnetzwerken sofort verfallen, begeistert von den immer wachsenden, digitalen Möglichkeiten, kleine Hürden und wenig Grenzen zum Kommunizieren, sich darzustellen, zu teilen, mitzuteilen: online dabei zu sein. Kaum zu glauben, trotzdem mehr noch magisch angezogen vom Real-Life, dem echten Augenblick, dem wirklichen Moment, jemand zu sein, etwas zu erleben, zu genießen, und vor allem, es festzuhalten: hold it, snap it, take it.

Gestatten: Manu. Ich bin eine 28 Jahre junge Münchnerin (ja, auch wenn man es nach meinem Hochdeutsch nicht glauben mag, sogar gebürtig!) und ständig beim Versuch, das echte Leben zu leben und selbiges digital festzuhalten (sehr zum Leid aller um mich rum). Und so komm auch ich – endlich – zum Thema Website, bloggen, teilen auf ganz eigenen Beinen!

Ich liebe das Schreiben, ich liebe es zu fotografieren. Warum also nicht vereinen?

Ich versuche, mich mit der Zeit an all das zu gewöhnen. Mich anzupassen, mit der Zeit zu gehen, es ist einfach so wichtig! Und vieles von all dem, was ich in meinem Leben erfahren darf, hier einzustellen. Meine Gedanken und Emotionen versuchen, so greifbar wie möglich zu machen.

Bekomme ich doch nicht genug von dem Geräusch gedrückter Tasten unter meinen Fingern, das schneller werdende „Klackern“, wenn sich die Worte im Kopf bereits gebildet haben, sie nur noch auf dem Bildschirm erscheinen müssen und, vorzugsweise, Sinn ergeben und sich schön lesen lassen. Bekomme ich doch nicht genug von dem Geräusch, wenn sich der Fokus der Kamera einstellt, die kurze akustische Bestätigung, dass sich das Bild auf den Memory-Stick verewigt hat, das teilweise schon akrobatische Verdrehen, um einen bestimmten Winkel, einen bestimmten Blick auf das Motiv zu erreichen.

Fotografien geben mir persönlich das Gefühl, mich öfter und leichter an schöne Momente erinnern zu können. Wie oft antworte ich, wenn ich gefragt werde, warum ich ständig und immer die Kamera bei mir habe: wie einfach kannst du dich an die Momente allein nur des letzten Jahres erinnern, wie klar sind deine Rückblicke und meinst du wirklich, dass du auch nur einen Bruchteil der Augenblicke zusammen bekommst, die dich erfreut haben? Nicht, dass ich ausschließlich in oder gar für die Vergangenheit lebe. Doch schießt es immer mal wieder durch den Kopf, wie schnell doch die Zeit vergeht, wie sehr sich das Leben ändert, neue Formen und Züge annimmt. Es gibt immer eine Vergangenheit. Und zumindest die schönen Facetten eben dieser gilt es meiner Meinung nach zu verewigen.

In diesem Sinne: Viel Spaß und carry on!

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